live in.Stuttgart Frühjahr 2026

46 live in.Stuttgart | Frühjahr 2026 1 Was und wann war Ihr erstes Live-Erlebnis? Das war im damaligen Neckarstadion die Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft im Jahr 1967. Damals hat mich der 5.000-Meter-Läufer Harald Norpoth sehr fasziniert. 2 Wenn Sie in eine Zeitmaschine einsteigen könnten: Welches Konzert würden Sie gern noch einmal erleben? Im Hallenduo wäre das auf jeden Fall das MetallicaKonzert im Jahr 1996. Kurz zuvor hatte ich zwischenzeitlich die Hallenleitung übernommen. Und damals hatte ich so viel Stress, dass ich das Konzert gar nicht richtig genießen konnte. 3 Stellen Sie sich vor, Sie müssten den Rest Ihres Lebens auf dem Cannstatter Volksfest verbringen. Wie sähe ein durchschnittlicher „Wasen-Tag“ bei Ihnen aus? Auf jeden Fall erstmal ausschlafen und dann an einer der Stände einen Maiskolben essen. Dann würde ich den ganzen Tag durch die Gassen spazieren und die glücklichen Menschen anschauen. Abends lasse ich den Tag mit einem „Göckele“ und einem Bier ausklingen. Und zwischendurch genieße ich die schöne Atmosphäre vom Riesenrad aus. 4 Im Hallenduo werden ja regelmäßig Awards verliehen? Wenn Sie jemandem oder etwas mit einem Preis auszeichnen könnten, wem würden Sie einen Award überreichen? Das Team, das dort mehr als 250 Veranstaltungen im Jahr wuppt, hätte auf jeden Fall auch einmal einen Award verdient. Das ist in Deutschland und Europa nämlich eine einmalige Leistung. 5 Die in.Stuttgart ist für die großen Feste und Veranstaltungsstätten zuständig. Das ist mit viel Arbeit verbunden. Wie haben sie in all den Jahren Energie getankt? Früher bin ich morgens vor der Arbeit immer Laufen gegangen. Über all die Jahre schon gehe ich immer noch einmal wöchentlich zum Singen in einen Chor. 6 Was ist besser: Konzert besuchen oder selbst singen? Auf jeden Fall würde ich kein Konzert von mir selber besuchen! 7 Worüber oder über wen können Sie herzhaft lachen? Das sind eigentlich Menschen, die sich selbst auf die Schippe nehmen. Leute, die über sich selbst lachen und nicht auf Kosten anderer. 8 Was hat Ihnen bei Ihrer Arbeit als Geschäftsführer am meisten Spaß gemacht? Und was eher nicht? Veranstaltungen zu pflegen und weiterzuentwickeln war wirklich toll – und dabei vor allem zu erleben, wie viel Freude die Menschen bei unseren Veranstaltungen haben. Weniger Spaß macht es, wenn in der Welt Terroranschläge oder Unglücke passieren. Das ist nicht nur schlimm, sondern häufig auch mit Herausforderungen bei uns hier in Stuttgart verbunden. 9 Wenn Sie Ihre Zeit bei der in.Stuttgart in drei Worten zusammenfassen müssten, welche wären das? Kreativ. Strukturiert. Demut. 10 Ihr Nachfolger bekommt nur einen Zettel von Ihnen. Was steht darauf? Es wartet ein tolles, engagiertes und hochqualifiziertes Team auf dich! Höre ihnen zu und beziehe sie mit ein – und alles wird gut. Zehn Fragen an Andreas Kroll Viele Veranstaltungen, noch mehr Termine – und tausende Erlebnisse. Kurz vor seinem Ruhestand blickt der Geschäftsführer auf zwanzig Jahre bei der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft zurück. Er hat Feste wie das Cannstatter Volksfest und das Stuttgarter Frühlingsfest zu absoluten Publikums-Magneten weiterentwickelt, viele Konzerte, Shows und Sportevents im Hallenduo begleitet – und das ist längst nicht alles. Wir haben ihm mit zehn Fragen auf den Zahn gefühlt. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

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